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24.11.2022

Präsident Böhm nun Vorstandsmitglied von HANDWERK.NRW

Der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf Andreas Ehlert führt die Dachorganisation HANDWERK.NRW für weitere drei Jahre als Präsident. Dem neu gewählten Vorstand der Landeshandwerksvertretung gehört künftig auch Martin Böhm, Präsident unseres Fachverbandes, an. Damit haben die E-Handwerke nun auf verschiedenen Ebenen einen direkten Draht zur Landesregierung, um darüber wichtige Impulse setzen und die gemeinsamen Ziele bestmöglich unterstützen zu können.

Vorstandswahlen von HANDWERK.NRW im Rahmen der Sitzung des Handwerksrates, v.l. FEH NRW-Präsident Martin Böhm, UVH-Vizepräsident Jörg von Polheim, UVH-Präsident Rüdiger Otto, Handwerk.NRW-Präsident Andreas Ehlert, WHKT-Präsident Berthold Schröder. Bild: Wilfried Meyer

Auch Rolf Meurer, Vizepräsident des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW, ist in seiner Funktion als Präsident des Landesverbandes der Kreishandwerkerschaften NRW im Vorstand von HANDWERK.NRW. Die Leitung des Ausschusses für Wirtschaftspolitik liegt künftig bei dem Präsidenten der Handwerkskammer Aachen, Marco Herwartz, Vorstandsmitglied des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW. 

Andreas Ehlert, der den NRW-Dachverband des großen Wirtschaftssektors (196.000 Unternehmen, 1,19 Mio. Beschäftigte) seit 2014 führt, beschrieb die Lage im Landeshandwerk angesichts gravierender, einander überlagernder Krisenerscheinungen als „turbulent“. Der Wirtschaftssektor stehe vor einer „großen Bewährungsprobe“. „Umso wichtiger ist es, dass die Politik die Unternehmen jetzt durch kluge Maßnahmen entlastet und stabilisiert,“ mahnte Ehlert. Es sei „gut, dass die Bundesregierung Energiekosten-Entlastungen auf den Weg gebracht hat“. Allerdings bliebe bei den aktuellen Plänen eine Entlastungslücke für kleine und mittlere Unternehmen bestehen. Vor allem aber gelte es, „das Energieangebot mit allen verfügbaren Mitteln bedarfsgerecht zu stabilisieren und die Einsparpotenziale gleichzeitig voll auszuschöpfen,“ forderte der alte und neue Präsident von HANDWERK.NRW. Der Handwerksrat verabschiedete eine Resolution, die den energiepolitischen Handlungsbedarf aus Handwerkssicht gebündelt auflistet.

Mit dem Land, vertreten durch Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur, habe das NRW-Handwerk mit der Initiative „NRW spart Energie“ bereits früh selbst eine wirksame Aktion zum Energiesparen in den Haushalten verabreden können. Im Ganzen verspüre das Handwerk eine „große Offenheit“ in der Landesregierung für seine Belange. Man habe in Düsseldorf „verstanden, dass es bei allen großen, strukturellen Projekten ohne das Handwerk nicht geht.“ Ehlert würdigte insbesondere ambitionierte Zielsetzungen zur Verbesserung der Berufsbildungsinfrastruktur im Koalitionsvertrag, mahnte aber „rasche Konkretisierungen“ an. Dringenden Handlungsbedarf gebe es außerdem bei den Themen vorausschauende Bürokratievermeidung und Bürokratieabbau, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren und mittelstandsfreundliche Flächenpolitik.

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