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24.05.2019

Nationale Elektromaschinenbauer-Tagung 2019

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hebt die Bedeutung des EMA-Handwerks hervor

Hoher Besuch zur Nationalen EMA-Tagung (v. l. n. r.): Thomas Bürkle (ZVEH-Vizepräsident und Sprecher ZVEH-Bereich EMA), Heribert Walz (FEH NRW-Vizepräsident und FEH NRW-Fachgruppenleiter EMA), NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Lothar Hellmann (ZVEH-Präsident und FEH NRW-Ehrenpräsident), Martin Böhm (FEH NRW-Präsident).

Bild: ZVEH
Vortragsprogramm zum Anfassen: Der von der Deutschen Post verwendete Streetscooter wird den Tagungsteilnehmern vorgestellt.

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Inhaltsstarke Fachvorträge während der Nationalen EMA-Tagung 2019 in Aachen.

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Das Motto der Nationalen Fachtagung des deutschen Elektromaschinenbauer-Handwerks (EMA) vom 9. bis 11. Mai 2019 in Aachen lautete „Geschichte trifft Zukunft“. Die Stadt Aachen bietet hierfür die passende Kulisse: Historisch Denkwürdiges, wie Karl der Große, der Aachener Dom und der Domschatz, sind bundesweit bekannt. Darauf trifft die zukunftsgerichtete Forschung der Aachener Hochschulen, welche E-Mobilitäts-Konzepte wie „e.GO“ und „Streetscooter“ hervorbringen.

Diese Konzepte waren auch Inhalt des Impulsreferats des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, der während des Eröffnungsabends die Teilnehmer begrüßte. Laschet überraschte die Zuhörer mit fundierten, technischen Fachwissen über Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Er hob außerdem die Relevanz der anstehenden Europawahl hervor und stimmte die E-Handwerke auf deren Bedeutung für den technischen und ökologischen Wandel ein. Nach dem Vortrag hatten ZVEH-Präsident Lothar Hellmann, ZVEH-Vizepräsident Thomas Bürkle, FEH NRW-Präsident Martin Böhm und FEH NRW-Vizepräsident Heribert Walz Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Herrn Laschet.

Vielfältiges Vortragsprogramm
Das Motto der Tagung spiegelte sich auch in den Fachvorträgen am Freitag- und Samstagvormittag wider. Ein umfangreiches Portfolio an Rednern und Vorträgen hielt die Spannungskurve konstant auf hohem Niveau. So vermittelte Paul Adelt (IG HEMB e.V.) einen Einblick in die Geschichte der Elektromobilität und erläuterte, dass die Deutsche Post schon in der Mitte des letzten Jahrhunderts ihre Flotte zeitweise mit Elektromobilen ausgestattet hatte. Nach einigen von Benzin und Diesel geprägten Jahrzehnten orientiert man sich nun wieder in Richtung E-Mobilität. Stefan Zimmer (Deutsche Post AG) stellte dem Publikum im Anschluss den „Streetscooter“ vor und brachte auch gleich ein Anschauungsexemplar mit, welches interessiert begutachtet und getestet wurde.

Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert und welche Bedeutung sie für die E-Handwerke haben wird, konnte Prof. Dr. Thomas Ritz (FH Aachen University of Applied Sciences) den Zuhörern in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag vermitteln. Dabei verwies er auch auf die ZVEH-Agenda zur Digitalisierung im E-Handwerk.

Berichte aus der digitalen Praxis hörten die Teilnehmer von den beiden Referenten Srdjan Koskanac (Maler Giese GmbH) und Kristin Maier-Müller (EMA SmartService GmbH). Koskanac berichtete über die Umstellung seines Betriebs auf digitale Auftragsverwaltung und Planung. Maier-Müller stellte ihr Produkt zur digitalen Maschinenverwaltung vor, mit welchem sie ihren Kunden einen „Sorglos-Service“ zu allen Tageszeiten bieten kann, ohne einen Personaleinsatz rund um die Uhr bereitstellen zu müssen. Über einen QR-Code an den Betriebsmitteln rufen ihre Kunden alle relevanten Daten und Prüfprotokolle ab und können im Störfall schnelle Unterstützung erhalten.

Erfahrungsaustausch und Rahmenprogramm begeisterte Teilnehmer
Zurück in die Vergangenheit ging es dann am Freitagnachmittag, als die Tagungsgesellschaft den Tagebau Garzweiler besichtigte. Nach einer kurzweiligen theoretischen Einführung in die Kohleverstromung durch einen Vertreter der Betreibergesellschaft, erlebte man bei einer Führung Bergbau zum Anfassen. So konnten die Besucher die Dimensionen der Grabungen und der eingesetzten Maschinen erleben. Gleichwohl stellte der Betreiber auch vor, wie die Zukunft der Mine aussieht: Die Rekultivierungsgebiete, die nach erfolgter Aufschüttung wieder der landwirtschaftlichen Nutzung übergeben wurden, ließen erkennen, wie Garzweiler in einigen Jahrzehnten aussehen wird.

Neben den inhaltsstarken Vorträgen bot die Nationale EMA-Tagung auch dieses Mal die Plattform für den Erfahrungsaustausch im Kollegenkreis und die Netzwerkbildung. Die nächsten EMA-Tagungen finden vom 21. bis 23. Mai 2020 gemeinsam mit Teilnehmern aus der Schweiz und Österreich am Vierwaldstättersee in der Schweiz und im deutschen Kollegenkreis vom 6. bis 8. Mai 2021 in Leipzig statt.


Quelle: ZVEH

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